PNG ist das Format, in dem die meisten Screenshot-Tools unter Windows und auf dem Mac standardmäßig speichern, und das, was die meisten Apps exportieren, wenn du eine Folie, ein Diagramm, eine Grafik oder ein Design als Bild sicherst. Deshalb sind PNGs die häufigste Quelle für Text, der in einem Bild festsitzt: ein Einstellungsbildschirm, ein Chat, eine Folie aus einer Präsentation, ein beschriftetes Diagramm oder eine Seite aus einem Bericht, die dir jemand exportiert hat.
Warum PNG das freundlichste Format für OCR ist
PNG ist verlustfrei. Jedes Pixel wird exakt gespeichert, die scharfen Kanten der Buchstaben bleiben also erhalten – anders als bei JPEG, das sie bei jedem Speichern ein wenig verwischt. Bei Text ist der Unterschied spürbar: Ein PNG mit kleiner Schrift lässt sich oft sauber lesen, wo ein JPEG desselben Bildes mehrere Wörter zum Prüfen liefert.
Die Schwachstelle eines Screenshots ist nicht das Format, sondern die Größe. Text in Benutzeroberflächen ist auf dem Bildschirm oft klein, jeder Buchstabe also nur eine Handvoll Pixel hoch. „Automatisch verbessern“ vergrößert kleine Schrift vor dem Lesen. Wenn du den Screenshot aber gerade erst machst, gibt Hineinzoomen (Strg und + in den meisten Browsern und Apps, ⌘ und + auf dem Mac) der Engine mehr Material.
Auf manchen Bildschirmen wird Text mit leichten farbigen Rändern dargestellt, damit er glatter wirkt. Du bemerkst sie erst, wenn du ganz nah heranzoomst, und sie machen selten Probleme. Liest sich ein Screenshot seltsam, probier „Graustufen“ in den manuellen Werkzeugen.
Transparente Hintergründe
PNGs können transparente Bereiche haben – typisch für Logos, Sticker, Icons und Grafiken aus Designprogrammen. Vor dem Lesen setzt Image to Text App die Transparenz auf Weiß, so wie die meisten Bildbetrachter sie auch anzeigen.
Für dunklen Text ist das kein Problem. Schwierig wird es bei Grafiken, die für einen dunklen Hintergrund gemacht sind: Weißer Text auf transparentem Grund wird zu Weiß auf Weiß, und es bleibt nichts zu lesen. Das Bild danach umzukehren hilft nicht, weil Buchstaben und Hintergrund jetzt dieselbe Farbe haben. Öffne das PNG in einem Bildbearbeitungsprogramm und füge einen dunklen Hintergrund hinzu, oder mach einen Screenshot davon, während es auf einer dunklen Seite angezeigt wird, und lies dann diesen.
Dark Mode und farbige Oberflächen
Screenshots im Dark Mode werden automatisch verarbeitet. „Automatisch verbessern“ erkennt hellen Text auf dunklem Grund, kehrt ihn um und listet den Schritt auf, damit du weißt, was passiert ist. Halte „Vergleichen“ gedrückt, um das Original zu sehen.
Farbige Buttons, grauer Platzhaltertext und Text auf Farbverläufen sind schwieriger, weil Buchstaben und Hintergrund weniger Kontrast haben. Fehlt eine Beschriftung im Ergebnis, erhöhe den Kontrast oder probier „Schwarzweiß“ und lies dann mit Strg+Enter (⌘+Enter auf dem Mac) erneut.
Störende Oberflächenelemente wegschneiden
Screenshots enthalten meist mehr als Text: Icons, Profilbilder, Symbolleisten, Scrollbalken und Emojis. Eine OCR-Engine versucht, alles zu lesen, also kann aus einer Lupe ein „Q“ werden und aus einem Häkchen ein „v“. Das Bild auf den benötigten Teil zuzuschneiden ist das Nützlichste, was du mit einem PNG-Screenshot tun kannst.
Chat-Screenshots mischen außerdem Namen, Uhrzeiten und Lesebestätigungen unter die Nachrichten. Jedes davon erscheint als eigene Zeile und lässt sich so leicht erkennen und löschen.
Den passenden Modus für den PNG-Inhalt wählen
Image to Text App sieht sich das Bild an und wählt einen Lesemodus, mit einem Hinweis wie „Sieht nach einer Tabelle aus“. Du kannst jederzeit wechseln, ohne das Bild erneut hinzuzufügen.
- Code aus einem Editor oder Terminal: Der Codemodus behält Einrückung und Abstände bei und begradigt typografische Anführungszeichen. Siehe Code-Screenshot in Text.
- Eine Tabelle oder Kalkulation: Der Tabellenmodus liefert ein bearbeitbares Raster, das sich in Excel oder Google Sheets einfügen lässt. Siehe Bild in Excel.
- Eine Folie oder ein Dokument: Der Dokumentmodus fügt Zeilen zu Absätzen zusammen und behält Überschriften und Aufzählungen bei – passend für einen Download als Markdown oder Word.
Grenzen, die du kennen solltest
Text über Fotos oder unruhigen Mustern, stilisierte Schrift in Grafiken und schräg verlaufende Beschriftungen (etwa an einer Diagrammachse) sind die üblichen Fehlerquellen bei PNGs. Wörter, bei denen sich die Engine unsicher war, sind unterstrichen, damit du sie mit dem Bild abgleichen kannst. Klick auf eine beliebige Zeile, und ihre Stelle im Bild leuchtet auf.
Wenn du statt einer gespeicherten Datei einen frischen Screenshot hast, kannst du das Speichern ganz überspringen. Die Seite Screenshot in Text zeigt, wie du eine Aufnahme direkt in die Zwischenablage legst und hier einfügst.